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"Technik ist mehr als Computerspielen" |
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Die Realschule Wernersstraße nimmt an einem Pilotprojekt des Bildungskreises teil. |
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Dürener Nachrichten (23.09.2010) von Stephan Johnen Ein Pilotprojekt des Bildungskreises soll Haupt- und Realschüler an technische Berufe heranführen und ihre Qualifikation verbessern. Kreis
Düren. Elektronische Medien gehören für Jugendliche wie selbstverständlich
zum Alltag, während sich ältere Generationen manchmal damit schwer tun.
«Dass elektronische Medien aber auch Arbeitsmittel sind und nicht nur
Unterhaltung, ist weniger präsent. Technik ist mehr als Computerspielen»,
sagt Johannes Zenz vom Berufskolleg für Technik in Düren. Ein neues
Projekt des Berufsbildungskreises will daher Haupt- und Realschüler an
technische Berufe heranführen. Finanziert wird die Pilotphase im
Berufskolleg vom Arbeitgeberverband der Metallindustrie von Düren, Jülich,
Euskirchen und Umgebung (AGV). «Wenn
wir in Deutschland unseren hohen Standard halten wollen, müssen wir junge
Menschen für eine Ausbildung in technischen Berufen begeistern»,
unterstrich Dr. Stephan Kufferath vom Arbeitgeberverband. Gleichzeitig
soll mit dem Pilotprojekt die berufliche Qualifikation der Jugendlichen
verbessert werden. Zwölf Schüler der Gemeinschaftshauptschule Inden und zwölf
Schüler der Dürener Realschule Wernersstraße (Klassen 8 und 9)
werden seit kurzem außerhalb des regulären Stundenplans an zehn
Freitagnachmittagen im Berufskolleg unterrichtet. Metalltechnik
steht im Mittelpunkt des Projekts bei den Hauptschülern. Sie sollen
lernen, technische Zeichnungen zu fertigen, manuell und mit Unterstützung
elektronischer Datenverarbeitung. In einem zweiten Schritt stellen sie auf
der Grundlage dieser Zeichnungen ein Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel her.
Dabei erproben sie metalltechnische Werkstoffe, Arbeitstechniken und
Fertigungsverfahren. Die Realschüler lernen bei der Herstellung einer
LED-Wanduhr elektronische Bauelemente und Fertigungsverfahren kennen. Später
üben die Schüler das Programmieren einfacher Steuerungen aus der
Automatisierungstechnik. «Die
Module sind darauf ausgerichtet, bei den Teilnehmern das Interesse an
einem technischen Thema zu wecken und sie zu ermutigen, ihre Berufsplanung
frühzeitig in den Blick zu nehmen», erklärt Erhard Kusch, Schulleiter
des Berufskollegs. Ganz bewusst findet das Projekt in der Werkstatt und
nicht in einem Klassenraum statt. Technik soll nicht nur konsumiert
werden, sondern zur eigenen Sache gemacht werden. «Es
ist das Know-how, das maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg in
Deutschland beiträgt», betonte Thomas Rachel (CDU). Der Parlamentarische
Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die
Schirmherrschaft für das Projekt übernommen. Sowohl Rachel als auch
Stephan Kufferath verwiesen darauf, dass sich ein Mangel an Fachkräften
abzeichne. Rachel betonte, dass es «reale Arbeitsplätze» für die Schüler
gibt und appellierte auch an Mädchen, ihre Chancen zu nutzen. «Es gibt
so ein breites Spektrum, da bietet sich für jeden eine Möglichkeit»,
sagt Schulleiter Erhard Kusch. Er ist vom Erfolg des Pilotprojekts überzeugt
und hofft, es über das Schuljahr hinaus fortführen zu können. |
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Teilnehmer der Realschule Wernersstraße:
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